Großraumbüro mit Arbeitsplätzen, Trennwänden, Pflanzen und Teppichboden für konzentriertes Arbeiten
Geändert am : 22.06.2026 11:47
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Deep Work im Büro: Wie konzentriertes Arbeiten möglich wird

Viele Mitarbeitende können zuhause besser konzentriert arbeiten als im Büro. Das ist lösbar – mit der richtigen Raumgestaltung. Wenn Mitarbeitende ehrlich sind, sagen sie, dass sie für konzentrierte Einzelarbeit lieber zuhause bleiben. Der Großraum ist laut. Die Kolleginnen und Kollegen unterbrechen. Deep Work im klassischen Open-Space-Büro ist die Ausnahme, nicht die Regel.

Dieses Problem ist nicht mit einer Anwesenheitspflicht zu lösen. Es ist mit Raumgestaltung zu lösen. Return-to-Office funktioniert nur, wenn das Büro mindestens so gute Bedingungen für konzentriertes Arbeiten bietet wie die eigenen vier Wände – und in bestimmten Momenten bessere.

Was ist Deep Work eigentlich?


Der US-amerikanische Informatikprofessor Cal Newport prägte diesen Begriff im Jahr 2016. Er beschreibt damit eine Arbeitsweise in völliger Konzentration. Während dieser Phasen kognitiver Höchstleistung blenden Sie alle Störungen konsequent aus.

Das Potenzial im Open Space: zusammen konzentriert arbeiten


Die Idee war richtig: Open Space bricht Silos auf, fördert Kommunikation und bringt Teams näher zusammen. Damit dieses Potenzial vollständig ausgeschöpft werden kann, braucht es ergänzende Fokuszonen – denn tiefes Arbeiten gelingt am besten, wenn Raum und Umgebung aktiv dazu einladen.

Die folgende Übersicht zeigt, was Fokuszonen ermöglichen und wie sie Open Space gezielt stärken:

Was in Open Spaces herausfordernd ist Was Fokuszonen ermöglichen
Ungestörte Konzentration über 20+ Minuten Selbstbestimmte Fokusphasen
Vertrauliche Gespräche und Calls Akustische und visuelle Privatsphäre
Komplexe Analyse- und Denkarbeit Bessere Einzelarbeit als im Homeoffice
Selbstbestimmung über die eigene Arbeitsumgebung Messbar höhere Zufriedenheit und Bindung

Was eine echte Deep-Work-Zone ausmacht


Eine Fokuszone ist kein leerer Raum. Sie ist eine bewusst gestaltete Umgebung, die konzentriertes Arbeiten aktiv unterstützt – durch Akustik, Ergonomie und klare Signalwirkung. Vier Eigenschaften sind entscheidend:

1

Akustik als Fundament

Schallabsorption ist die Grundvoraussetzung. Akustikpaneele und Trennwände reduzieren den Umgebungslärm auf ein Niveau, das konzentriertes Arbeiten erlaubt – ohne Baumaßnahmen. Gleichzeitig schafft eine mobile Trennwand die Möglichkeit, überall im Büro eine temporäre Fokuszone aufzubauen – heute hier, morgen dort.

2

Sichtschutz und räumliche Abgrenzung

Visuelle Ablenkung ist der unterschätzte Produktivitätskiller. Trennwände und Schreibtischaufsätze geben dem Gehirn das Signal: Hier wird gearbeitet.

3

Ergonomie als Investition in Qualität

Tiefe Arbeit braucht Zeit. Wer zwei bis drei Stunden konzentriert sitzt, braucht einen Schreibtisch und Stuhl, die das unterstützen. Ergonomie ist Produktivitätsarchitektur. Höhenverstellbare Schreibtische ermöglichen den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen, was die kognitive Ausdauer nachweislich verlängert. Ergonomische Bürostühle verhindern, dass Rückenschmerzen die Konzentration unterbrechen.

4

Klare soziale Norm

Ein Fokusbereich braucht eine Vereinbarung: Hier wird nicht laut gesprochen. Die Raumgestaltung unterstützt diese Norm – Paneele, Abtrennungen und Beleuchtung als Signal.

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Deep Work im Team: Wie Unternehmen Fokuszeit fördern


Der Aufbau einer Deep-Work-Kultur beginnt mit organisatorischen Rahmenbedingungen. Denn konzentriertes Arbeiten gelingt am besten, wenn Unternehmen die richtigen Voraussetzungen dafür schaffen. Wer seinen Mitarbeitenden ungestörte Arbeitszeiten ermöglicht, investiert direkt in die Qualität der Ergebnisse. Feste, meetingfreie Tage im gesamten Betrieb sind dabei ein besonders wirksames Mittel – sie schenken dem ganzen Team wertvolle, zusammenhängende Arbeitsblöcke.

Auch asynchrone Kommunikation trägt wesentlich zu einem fokussierten Arbeitsumfeld bei. Klare, gemeinsam vereinbarte Regeln für die Beantwortung interner Nachrichten nehmen den Druck aus dem Alltag: Wer weiß, dass eine Antwort nicht sofort erwartet wird, kann sich voll auf die aktuelle Aufgabe einlassen. Diese Gelassenheit schafft den Raum, den tiefes Nachdenken braucht – und die Qualität der Arbeit steigt nachweislich davon.

Fokuszeiten sollten als feste Blöcke im Arbeitsalltag verankert werden – idealerweise in den frühen Morgenstunden, wenn die kognitive Leistungsfähigkeit erfahrungsgemäß am höchsten ist. Als Einstieg hat sich die Pomodoro-Technik bewährt – 25 Minuten Fokus, 5 Minuten Pause. Die Technik bietet einen niedrigschwelligen Rahmen, der sich schrittweise ausbauen lässt. Entscheidend ist, dass Fokuszeiten im Team kommuniziert und respektiert werden.

Weitere Methoden, die Ihnen dabei helfen, die Produktivität zu steigern, finden Sie hier. Wiederkehrende Einstiegsrituale – etwa ein aufgeräumter Arbeitsplatz oder eine festgelegte Vorbereitungsroutine – helfen Mitarbeitenden, den Übergang in den Fokuszustand zu erleichtern. Arbeitgeber können solche Strukturen durch klare Kommunikation und entsprechende Raumgestaltung aktiv fördern.


Die vier Säulen der Deep-Work-Methode


Cal Newport beschreibt vier Ansätze, um Deep Work im Arbeitsalltag zu verankern. Je nach Berufsfeld und Unternehmensstruktur eignen sich unterschiedliche Modelle – Arbeitgeber können durch die passende Raumgestaltung und Arbeitsorganisation die jeweils geeignete Methode unterstützen.

1

Der monastische Ansatz

Mitarbeitende ziehen sich für längere Zeiträume vollständig von Unterbrechungen zurück. Dieser Ansatz eignet sich vor allem für Rollen mit hohem Anteil an komplexer Einzelarbeit.

2

Der bimodale Ansatz

Die Arbeitswoche wird in feste Fokustage und administrative Tage aufgeteilt. Arbeitgeber können dieses Modell durch klare Teamvereinbarungen und entsprechende Raumzuweisung strukturell unterstützen.

3

Der rhythmische Ansatz

Täglich werden zur selben Uhrzeit ein bis zwei Stunden als Fokuszeit reserviert. Für die meisten Büroumgebungen ist dies der praktikabelste Ansatz: Er schafft verlässliche Routinen, ohne die Zusammenarbeit im Team dauerhaft einzuschränken.

4

Der journalistische Ansatz

Konzentrierte Arbeit wird flexibel in freie Zeitfenster eingeplant, wann immer sie entstehen. Dieser Ansatz setzt ein hohes Maß an Selbstorganisation voraus und eignet sich für erfahrene Mitarbeitende mit variablen Tagesabläufen.


Fazit: Unsere Erkenntnisse für Ihre Return-to-Office-Strategie


1

Fokus schlägt Anwesenheit

Mitarbeitende kommen gerne ins Büro, wenn sie dort besser konzentriert arbeiten können als zuhause. Das ist ein stärkeres Argument als jedes Mandat.

2

Wahlfreiheit als stärkster Hebel

Mitarbeitende, die selbst entscheiden können, wann sie fokussiert und wann kollaborativ arbeiten, zeigen messbar höhere Produktivität und Zufriedenheit.

3

Akustik zuerst

Die wirksamste Einzelmaßnahme mit dem höchsten Effekt ist Schallabsorption. Wer nur eine Sache verbessert, sollte die Akustik wählen.

4

Zonen statt Einheitslösung

Ein Büro mit Fokuszone und Kollaborationszone gibt jedem Arbeitsmodus seinen Platz. Wahlfreiheit erzeugt Motivation – nicht Kontrolle.


Häufig gestellte Fragen zu Deep Work



Wie laut darf ein Büro für Deep Work sein?


Laut DIN-Norm sollte der Geräuschpegel in Büros für konzentrierte Arbeit unter 45 dB(A) liegen. Zum Vergleich: Ein normales Bürogespräch liegt bei ca. 60 dB(A). Schallabsorbierende Akustikpaneele können den Pegel in einem Bereich um 8–12 dB senken – ohne Baumaßnahmen.


Was ist der Unterschied zwischen Fokuszone und Ruhezone?


Eine Fokuszone ist für aktive, konzentrierte Arbeit ausgelegt – volle ergonomische Ausstattung, Schallschutz, Sichtschutz, aber kein Schlafkomfort. Eine Ruhezone dient zur Erholung und Regeneration. Beide sind sinnvoll, aber für verschiedene Bedürfnisse.


Wie viele Fokusplätze braucht ein Büro?


Eine Faustregel: ca. 20–30 % der Arbeitsplätze sollten als Fokusplätze ausgestattet sein. Bei hybriden Modellen, bei denen nicht alle gleichzeitig anwesend sind, kann das in der Praxis auch durch Rotation gelöst werden. Entscheidend ist, dass Mitarbeitende wissen, dass es Fokusplätze gibt – und dass diese tatsächlich respektiert werden.


Können Akustikpaneele auch nachgerüstet werden?


Ja, alle Akustiklösungen können ohne Baumaßnahmen installiert werden. Tischtrennwände werden einfach eingeklemmt oder aufgestellt. Wandpaneele werden mit speziellen Halterungen befestigt. Freistehende Akustik-Raumteiler brauchen nur einen freien Standplatz. Die meisten Lösungen sind in wenigen Stunden installiert.


Was kostet eine Fokuszone für 5 Mitarbeitende?


Eine funktionsfähige Fokuszone für 5 Personen ist ab ca. 1.500–2.500 € realisierbar: 5 Akustik-Tischtrennwände, 1 freistehende Trennwand sowie ergonomische Ergänzungen. Das entspricht weniger als einem halben Monatsgehalt eines Mitarbeitenden – und die Investition amortisiert sich durch eine einzige verhinderte Kündigung.


Bietet Schäfer Shop Beratung zur Akustikoptimierung an?


Ja. Unsere Akustikberatung umfasst eine Analyse Ihrer Raumsituation, eine Produktempfehlung und bei Bedarf eine Besichtigung vor Ort. Das Erstgespräch ist kostenlos. Kontakt: beratung@schaefer-shop.de oder über den Schäfer Shop Außendienst.

Wir helfen Ihnen, eine Deep-Work-Zone einzurichten.
Von der Akustikberatung über das Zonenkonzept bis zur ergonomischen Ausstattung: Schäfer Shop begleitet Sie von der Idee bis zur Umsetzung.

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